Inbegriff der Kiezromantik:
„Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“

Fernweh, Segelschiffe und die Reeperbahn: „Große Freiheit Nr. 7“ ist nicht nur das St. Pauli-Märchen schlechthin, der Film gilt bis heute als Inbegriff aller Hamburg-Romantik. Noch immer beflügelt er viele Menschen, die Abend für Abend über die Meile schlendern. Er ist auch deshalb so populär geworden, weil er die Kiezromantik genau in dem Moment einfing, in dem sie unwiederbringlich verloren ging: Während der Dreharbeiten 1944 wurde St. Pauli durch alliierte Bombenangriffe zerstört.
Doch zumindest die Legende lebt am Originalschauplatz weiter: In einer Inszenierung am St. Pauli-Theater rückt Ulrich Waller die Geschichte wieder näher an die Entstehungszeit heran. Passend dazu übernimmt Stefan Gwildis von Volker Lechtenbrink die Hauptrolle des Johnny Kröger. Gwildis ist, wie Hans Albers, der sie so unvergeßlich im Film verkörperte, ein Hamburger Urgestein und stammt aus Barmbek. Dem „blonden Hans“ zollt der der Soulsänger Gwildis auch dadurch Respekt, dass er selbst drei Songs zum Stück besteuert.