Im Bereich Kunst und Kultur fördert die Bodo Röhr Stiftung in Hamburg ansässige Organisationen und Projekte, die einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind bzw. einen gemeinnützigen Zweck verfolgen. Ihrem Heimatschwerpunkt entsprechend, unterstützt die Bodo Röhr Stiftung dabei insbesondere auch niederdeutsche Kunst- und Kulturprojekte.


Glückliche Verbindung:
das Ohnsorg Studio

Die Bodo Röhr Stiftung ist der größte private Förderer des Ohnsorg-Theaters und vor allem des Ohnsorg Studios – eine für beide Seiten glückliche Verbindung. Ganz im Sinne unseres Stifters gelang es dem Studio, durch eine frische und lebendige Sprache auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für das Plattdeutsche zu begeistern. Zweisprachige Inszenierungen sorgen dafür, dass auch Neulinge den Stücken problemlos folgen können. Eine umfassende theaterpädagogische Begleitung rundet das Angebot ab. Im Ohnsorg-Jugendclub können Jugendliche darüber hinaus eigene Stücke entwickeln und auf die Bühne bringen.
Für dieses Konzept ebenso wie für herausragende Inszenierungen wurde das Ohnsorg Studio vielfach ausgezeichnet. Wir freuen uns, eine so beliebte und über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Hamburger Institution unterstützen zu können.


Institution:
Kinder- und Jugendtheater im Schauspielhaus

„Lesen und Sprache – Literatur und Theater“: Unter diesem Motto wendet sich das Deutsche Schauspielhaus, das sich seit vielen Jahren auch der Kinder- und Jugendkultur verschrieben hat, an sein junges Publikum. Im Fokus stehen vor allem Stadtteile und Stadtteilschulen, die auf regelmäßige Förderung bisher weitgehend verzichten mussten. Gerade deren Schüler möchte die theaterpädagogische Abteilung in besonderer Weise ansprechen und für den Umgang mit Sprache und Literatur begeistern, unter anderem mit lebensnahen Workshops, Lesungen und Bühnenadaptionen. Ein anspruchsvolles Projekt ganz im Sinne unseres Stifters und daher von uns 2018 gefördert.


Inbegriff der Kiezromantik:
„Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“

Fernweh, Segelschiffe und die Reeperbahn: „Große Freiheit Nr. 7“ ist nicht nur das St. Pauli-Märchen schlechthin, der Film gilt bis heute als Inbegriff aller Hamburg-Romantik. Noch immer beflügelt er viele Menschen, die Abend für Abend über die Meile schlendern. Er ist auch deshalb so populär geworden, weil er die Kiezromantik genau in dem Moment einfing, in dem sie unwiederbringlich verloren ging: Während der Dreharbeiten 1944 wurde St. Pauli durch alliierte Bombenangriffe zerstört.
Doch zumindest die Legende lebt am Originalschauplatz weiter: In einer Inszenierung am St. Pauli-Theater rückt Ulrich Waller die Geschichte wieder näher an die Entstehungszeit heran. Passend dazu übernimmt Stefan Gwildis von Volker Lechtenbrink die Hauptrolle des Johnny Kröger. Gwildis ist, wie Hans Albers, der sie so unvergeßlich im Film verkörperte, ein Hamburger Urgestein und stammt aus Barmbek. Dem „blonden Hans“ zollt der der Soulsänger Gwildis auch dadurch Respekt, dass er selbst drei Songs zum Stück besteuert.


Hanseatischer Lieblingsfeind:
Störtebeker im St. Pauli Theater

Die Legende lebt, diese Geschichte ist nie zu Ende. Klaus Störtebeker, Lieblingsfeind hanseatischer Pfeffersäcke und niederdeutscher Robin Hood gleichermaßen, fasziniert auch mehr als 600 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod in Hamburg. So freuen wir uns, mit Peter Jordans Stück „Störtebeker“ eine Aufführung ermöglicht zu haben, die sich wieder einmal – und wieder einmal ganz frisch – mit dem berühmten Piraten beschäftigt.
Natürlich im St. Pauli Theater – wo auch sonst? Dort, wo die Piratenflagge Kult ist, kehrte Störtebeker im April und Mai 2018 mit unserer Hilfe auf die Bühne zurück.


Hommage an einen Hamburger:
Mendelssohn Summer School

Im Rahmen des International Mendelssohn Festival, einer Hommage an den großen Hamburger Komponisten, findet seit 2007 jährlich die Mendelssohn Summer School statt. Hoch qualifizierte Musikstudenten aus aller Welt bekommen die Chance, sich zwei Wochen lang in Meisterkursen fortzubilden und die Ergebnisse ihrer Arbeit in Konzerten zu präsentieren. Damit auch in Zukunft allein das Talent der Studenten über die Teilnahme entscheidet, beteiligt sich die Bodo Röhr Stiftung über mehrere Jahre an der Finanzierung der Mendelssohn Summer School.